Thursday, August 04, 2011

Essemtec verdoppelt Dispensgenauigkeit und -Geschwindigkeit

Pressemitteilung

 

Vollautomatischer Dispenser Scorpion setzt neue Massstäbe

 

Essemtec stellt am 1. August 2011 das neue automatische Dosiersystem mit dem Namen Scorpion vor. Die Maschine basiert auf der neuen Paraquda-Plattform. Sie ermöglicht hochpräzises Dispensen mit bis zu 100’000 Dosierpunkten pro Stunde. Die Maschine kann mit vier verschiedenen Ventilen ausgerüstet werden und ist für den flexiblen und produktiven Einsatz in der Elektronik, der LED-Herstellung und anderen Industrien ausgelegt.

 

Schneller und genauer dank neuer Basis
Bis zu 100’000 Punkte pro Stunde kann die Scorpion dosieren und dies bei einer Genauigkeit von +/-25μm (3σ). Diese ausser-gewöhnliche Leistung und Präzision wird durch die neue Basis des Dispensers ermöglicht, die Maschinenplattform Paraquda. Das XY-Portal baut auf einem robusten Mineralguss-Sockel auf. Dessen hervorragende Dämpfung vermeidet Schwingungen und sorgt für einen ruhigen Lauf auch bei hohen Geschwindigkeiten. Der H-Antrieb mit hochpräzisem Linear-system garantiert höchste Präzision auch für anspruchsvolle Aufgaben.

 

Der XY-Antrieb ist so leistungsfähig, das bis zu vier verschiedene Dosierventile gleichzeitig installiert sein können. Dies minimiert den Umrüstaufwand für verschiedene Anwendungen oder es erlaubt, verschiedene Medien in einem Arbeitsgang zu dosieren.

 

Twin-Modus: Parallel arbeiten spart Zeit
Für die effiziente Produktion grosser Volumen bietet die Scorpion den Twin-Modus. In dieser Betriebsart dosieren zwei Ventile gleichzeitig, wobei der Abstand zwischen den Dosierventilen einstellbar ist.

 

Ein typisches Einsatzgebiet für den Twin-Dispenser ist die LED-Fertigung oder die Elektronikfertigung mit Mehrfachnutzen. Zwei Jetventile können dort gleichzeitig parallel Klebepunkte auftragen, weil der Abstand von Nutzen zu Nutzen konstant ist. Der Twin-Dispenser bringt hier praktisch eine Verdoppelung der Dosierleistung.

 

Viel Bewegungsfreiheit
Der Arbeitsbereich der Scorpion ist grösser als bei den meisten Dosiersystemen. In der Ebene ist die Arbeitsfläche mit 650 x 500 mm spezifiziert. Standardmässig wird die Scorpion mit einem Inline-Transportsystem für Substrate bis 510 x 470 mm ausgerüstet. Je nach Anwendung kann der Arbeitsbereich aber flexibel genutzt oder mit einer kundenspezifischen Substrathalterung versehen werden.

 

Jeder Dosierkopf verfügt über einen eigenen Z-Antrieb mit einem besonders grossen Hub von 85 mm. Die Scorpion kann damit auf mehreren Ebenen dosieren, Aufbauten oder Bauteile überspringen oder auch in ein Gehäuse hinein tauchen. 

 

Dosierventil nach Wunsch
Die Scorpion kann prinzipiell mit jeder Art von Dosierventil arbeiten. Die Standard-Ventile sind das Zeit-Druck, das Schrauben- und das Piezo-Flow-Ventil für Lotpasten. Je nach Anwendung wird das ideale Ventil vom Anwender zusammen mit dem Prozessspezialisten bestimmt.

 

Mit einem Jet-Ventil lässt sich die Leistungsfähigkeit der Scorpion voll ausnutzen. Es kann einzelne Tropfen über mehrere Millimeter präzise verschiessen, deshalb wird beim Dispensen keine Z-Bewegung benötigt. Das von Essemtec empfohlene Jet-Ventil bietet einen besonders grossen Arbeitsbereich. Es verarbeitet sowohl dünnflüssige als auch hochviskose Medien und kann auch gefüllte Klebstoffe oder Cyanacrylat dispensen.

 

Mit dem Jetventil lassen sich fast alle Dosieraufgaben realisieren. Dank der hohen Dosierfrequenz können Punkte zu Linie oder Kurve gereiht werden. Grosse und kleine Volumen können sich so schnell abwechseln, wie dies bei keinem anderen Dosierventil möglich wäre. 

 

Nadelabstand immer konstant dank Laser-Sensor
Im Unterschied zum Jetventil ist beim Dosieren mit einer Nadel der Abstand zum Substrat einer der wichtigsten Prozessparameter. Damit dieser auch bei einem gewölbten Substrat immer konstant bleibt, bietet die Scorpion ein schnelles Regelsystem.

 

Ein hochpräziser Lasersensor tastet die Substratobefläche vor dem Dispensen mit einer Auflösung von 1 μm ab. Während dem Dispensen wird die Z-Höhe des Dosierkopfes dann automatisch nachkorrigiert.

 

Neu verfügt die Scorpion auch über ein automatisches Nadel-Kalibriersystem. Dieses vermisst die Nadellänge ebenfalls auf 1 μm genau. Dieses System vereinfacht den Nadelwechsel und erhöht die Zuverlässigkeit im Betrieb.

 

Die neu entwickelte Reinigungsstation für Dosiernadeln oder den Jet-Dosierkopf sorgt für dauerhaft optimale Voraussetzungen für präzise Dosierungen. Die Station arbeitet mit Vacuum, berührungslos und zuverlässiger als die traditionellen mechanischen Reinigungssysteme.

 

Einfach für Bediener, flexibel für Spezialisten
Die grafische Software der Scorpion macht das Einrichten und den Betrieb der Maschine für den Anwender sehr komfortabel und einfach. Der Prozessspezialist kann aber trotzdem alle Dosierparameter detailliert beeinflussen und die Prozesse fein Abstimmen.

 

Die Programmierung erfolgt wahlweise im Teach-In-Verfahren oder direkt mit CAD- Bestückungsdaten. Letztere werden mit der integrierten Muster-Datenbank automatisch in fertige Dispensprogramme umgewandelt.

 

Im Teach-In-Modus kann das geplante Dosierprogramm der Live-Aufnahme des Substrats überlagert werden. Die Koordinaten der Dosierpunkte lassen sich so einfach überprüfen und bei Bedarf optimieren. Nach dem Dosieren dient die integrierte Kamera der Inspektion. 

 

Erprobtes System mit Zukunftspotential
Die Scorpion ist ab August 2011 erhältlich ist aber bereits seit Monaten praxiserprobt. Auch die Maschinenbasis, die Bestückungsmaschine Paraquda, hat  weltweit bereits in vielen Elektronikfertigungen ihre Zuverlässigkeit bewiesen. 

 

Die Scorpion ist nicht nur eine schnellere und genauere Dispensmaschine, sondern auch eine sichere Investition. Die Ingenieure von Essemtec haben die Paraquda-Maschinenbasis mit dem modernsten und genausten ausgestattet, was die Antriebs- und Regelungstechnik zu bieten hat. Weiterentwicklungen werden auf dieser Plattform basieren. Die Scorpion entspricht deshalb nicht nur den aktuellen sondern auch zukünftigen Anforderungen der Dosiertechnik.

 

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