mardi 17 mai 2011
„Essemtec wird jetzt anders wahrgenommen“
Rekord-Besucherzahlen am SMT-Messestand
Essemtec, der Schweizer Hersteller von Produktionssystemen für die Elektronik, verzeichnete an der SMT 2011 in Nürnberg die höchsten Besucherzahlen. Adrian Schärli sprach mit Marketing- und Verkaufsleiter Florian Schildein über den Erfolg und das neue Bild der Essemtec.
Die Messeleitung der SMT meldete dieses Jahr drei Prozent mehr Besucher. Wie erlebten Sie die Messe?
Wir wurden dieses Jahr fast überrannt und hatten die höchste Anzahl an Kundenanfragen an einer SMT überhaupt. Am Nachmittag des ersten Tages habe ich sogar zusätzliches Standpersonal aus der Schweiz anfordern müssen.
Was suchten die Besucher vor allem bei Essemtec?
Wir bieten eine breite Produkt- und Dienstleistungspalette an. Darum sind auch die Anfragen ganz unterschiedlich. Viele wollen ihre bestehende Produktionskapazität ausbauen. Andere setzen Maschinen anderer Marken ein und suchen bei uns nach mehr Flexibilität, mehr Qualität oder besserem Support. Es waren aber auch manche Startup-Unternehmen unter den Besuchern und viele Anfragen nach Sonderprojekten. Die Anfragen gingen von kompletten Turnkey-Lösungen bis hin zu Einzelmaschinen wie Tucano und RO400FC.
Was für Sonderprojekte?
Auch da waren die Fragen sehr unterschiedlich. Es ging um Spezialdosieranlagen, Sonder-Reflowöfen, Spezial-Drucker oder Inspektionssysteme. Viele Kunden beschäftigen sich aktuell mit der Bestückungstechnologie für 3D-MID und Maschinen für die Herstellung von LED-Lampen.
Siemens war Ihrem Messestand genau gegenüber. War das ein Vor- oder ein Nachteil?
Ich denke, das hat überhaupt keine Rolle gespielt, denn die Interessenten suchen uns direkt auf. Für manchen war der direkte Vergleich sicher interessant und führte oft zu einem Aha-Erlebnis. Siemens pries zum Beispiel intelligente Feeder als eine Neuheit an, was in deren Kundensegment bestimmt etwas Neues ist. Auf unseren Bestückungssystemen ist dies jedoch schon längst ein Standard, sodass wir kaum mehr darüber sprechen. Die Kunden haben dies erkannt und nehmen uns ganz anders wahr als früher.
Was hat sich verändert?
Mit den neuen Maschinen Cobra und Paraquda sprechen wir nun ein Kundensegment an, das höhere Bestückleistung, noch grössere Zuverlässigkeit und andere Supportleistungen erwartet. Wir haben innert kurzer Zeit vierzig dieser Maschinen verkauft. Man traut uns mehr zu, wir werden als Hersteller von Maschinen für höhere Bestückleistungen ernst genommen. Und man hat bemerkt, dass Essemtec die heute modernsten und fortschrittlichsten Produkte hat. Und nun haben wir auch den neuen Cobra-Feeder vorgestellt.
Doch auch mit unserem vollautomatischen Drucker Tucano haben wir sehr gute Chancen beim Verkauf von Einzelmaschinen - dort sind wir mittlerweile voll konkurrenzfähig.
Was ist Besonderes am neuen Cobra-Feeder?
Er ist so genau, dass die Bestückungsmaschine vier Bauteile gleichzeitig aus verschiedenen Feedern aufpicken kann und ein Vorschub dauert nicht einmal 60 ms. Damit kann die Bestückleistung um bis zu 25% steigen. Die Feederkonstruktion ist dabei einfach, zuverlässig und vor allem kompakt: Der Doppel-8-mm-Feeder benötigt nur gerade 19 mm Breite auf dem Feederrack. Im Feeder-Körper kann sogar ein Band-Cutter integriert werden. Der Feeder hat viele Messebesucher überzeugt.
Die Messe war also ein voller Erfolg?
Absolut. Die Messe widerspiegelte das Bild, das sich in Deutschland und Europa seit Anfang des Jahres zeigt: Es wird wieder investiert und Essemtec spielt eine immer wichtigere Rolle im Markt.

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